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Globales Flüchtlingsterritorium

1 Name: Klaus 2018-06-14 13:40
Staaten gehen kaputt, barbarische Stämme morden sich durch Arabien während der irre Augenarzt mit seinem Kumpel Putin zusammen Syrien ausbombt und ansonsten auch viele Scheißländer auf der Welt existieren, in denen keiner Leben möchte. Kurzum: überall Flüchtlinge. Nun hat Hannah Arendt schon 1955 geschrieben:

Alle Versuche, den Staatenlosen durch ein international garantiertes Statut zu helfen, sind vorläufig daran gescheitert, dass kein internationaler Status das Territorium ersetzen kann, auf das man einen unerwünschten Ausländer abschiebt.

Darum also folgender Vorschlag: die Vereinten Nationen bestimmen gemeinsam ein Stück Land, das zum von der UN verwalteten Gebiet erklärt wird und nun die Heimstatt aller Flüchtlinge sein wird. Jeder Flüchtling darf dort einreisen. Voraussetzung sind gültige Papiere. Einen Pass gibt es für das Land nicht, nur einen Nachweis darüber, dass man eine bestimmte Zeit lang dort gelebt hat.

Alle Staaten werden einen kleinen Teil ihrer Wirtschaftsleistung an das Gebiet abführen. Das ersetzt alle Hilfszahlungen, Kosten für Unterbringung von Flüchtlingen etc. Wer selbst Flüchtlinge aufnimmt, kann weniger zahlen. So kann jedes Land immer noch entscheiden, wie es mit Flüchtlingen umgeht.
2 Name: Klaus 2018-06-14 20:45
Hannah Arendt war auch der Meinung Gewalt sei keine Form der Macht. Kann getrost in die Tonne.
3 Name: Klaus 2018-06-15 06:58
>>2

Gewalt kann man ja auch als Unterdrückter ausüben.
4 Name: Klaus 2018-06-15 14:49
>>3
Aber wenn du durch diese Gewalt jemanden dazu "überzeugst" deinen Willen auszuüben, dann hast du doch trotzdem Macht.
5 Name: Klaus 2018-06-15 15:46
>>4
Nein, dann vernichtest du Macht. Das war ihr Punkt: Gewalt kann gegen Macht eingesetzt werden, aber keine Macht erzeugen. Für Macht braucht man Legitimität, die lässt sich durch pure Gewalt wiederum nicht herstellen. Selbst Kim-Jong Un sichert seine Herrschaft durch einen Machtapparat aus Untergebenen ab, ohne dass er sie gewaltsam dazu zwingt.
6 Name: Klaus 2018-06-15 18:32
>>5
Kim brauch keine Gewalt einzusetzen weil er höhere Formen der Macht besitzt. Er kann aber auch durch Gewalt Leute dazu bringen, seinen Willen auszuüben. Nichts anderes ist Macht. Wenn ich deine Familie töte und sage du bist der nächste wenn Du nicht Ding X tust, dann übe ich durch Gewalt Macht aus (vorrausgesetzt du leistest meinen Bedingungen folge, dies ist natürlich von Individuum zu Individuum unterschiedlich).
7 Name: Klaus 2018-06-15 19:12
>>6
Wenn ich deine Familie töte und sage du bist der nächste wenn Du nicht Ding X tust, dann übe ich durch Gewalt Macht aus

Naja, Definitionssache. Nach Arendt würdest du einfach Gewalt ausüben und keine Macht. Nur weil Gewalt instrumentell ist und man damit dafür sorgen kann, dass jemand anders etwas tut, ist sie noch lange keine Macht. Macht kann auch legitim sein, Gewalt nie. Revolutionen gelingen auch nicht durch Gewalt, sondern dadurch, dass die Macht des vorhergehenden Systems verfällt. Vor allem können Macht nur Gruppen haben, keine Einzelnen. Grundfalsch ist das alles nicht.
8 Name: Klaus 2018-06-15 23:30
>>7
Uff also ich seh das alles anders. Finde da Weber und v.a. Popitz wesentlich schlüssiger.
9 Name: Klaus 2018-06-16 08:39
>>8

Was genau an denen?
10 Name: Klaus 2018-06-16 10:43
>>9
Zum einen die Machtdefinitionen beider, aber Popitz' Einteilung der Machtformen nach "Stärke" überzeugt mich besonders.
11 Name: Klaus 2018-06-23 12:15
>>10

Schön und gut aber was sagt das nun über Ops Idee?
12 Name: Klaus 2018-06-24 08:53
>>11
Das man sich nicht an Hannah Arendt orientieren sollte weil ihre schwammige Auffassung von Macht keinen Sinn macht(höhö).

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