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sauFaden

1 Name: Klaus 2018-06-03 08:44
Philosophie

Was, wenn Pflanzen als einzigste ehrliche Lichtarbeiter den sog. Gott darstellen?
Rum, Wodka = Kartoffeln (zusammen mit Katoffltschips), Zucker
disko_tiere.bmp
2 Name: Klaus 2018-06-04 16:29
Gott existiert noch nicht. Der Zweck des Menschen ist es Dinge zu schaffen. Mit zunehmender Intelligenz des Menschen werden diese DInge immer fortschrittlicher. Irgendwann ist die Technologie des Menschen so weit (Singularität), dass sie ihn ersetzt und zu einem quasi allmächtigen Wesen wird. Wenn man drüber nachdenkt scheint alles der Natur dem Menschen irgendwie zu nutzen. Er steht an der Spitze der Nahrungskette und ist auch Endverbraucher von allem. Hat die Natur den Menschen etwa um seiner selbst willen hervorgebracht? Ich halte das für sinnlos, warum ein System entwickeln nur zum Erhalt eines Teils dieses System. Der Mensch muss also auch einen Zweck erfüllen, er baut Maschinen.
3 Name: Klaus 2018-06-04 16:49
>>2
Durch den Bau von Maschinen erweckt der Mensch tote Materie, die von der bisherigen Natur links liegen gelassen wurde. Trotzdem: Die Macht der Pflanzen besteht darin, dass wir alle davon abhängen und sie so ziemlich die Grenzen des Wachstums offenbaren. Es ist vielleicht ein unsichtbares Netz, das uns steuert. Sonst würde 'wes Brot ich ess, des Lied ich sing' nicht gelten.
4 Name: Klaus 2018-06-06 08:18
>>3
Gott hat die Natur und alles was dazu gehört, um uns zu dienen, geschaffen in dem Wissen, dass er bald stirbt. Der Mensch soll ihn nun wiederbeleben. Man kann den Nutzen von Pflanzen gern als Abhängigkeit bezeichnen aber das Ergebnis bleibt dennoch das Selbe.
5 Name: Klaus 2018-06-06 11:41
>>4
Der Mensch soll ihn nun wiederbeleben.
Woher willst du das wissen?
Falls es sich mit der Biologie so zugetragen hat, wie berichtet (meines Wissens nach Aminosäuren, die sich in Tümpeln gebildet haben etc.), dann geschah es von alleine bzw. durch Synergie oder so was, in einem langen, mühsamen Prozess. Da könnte man noch eigenen Lebens-Willen unterstellen.
Ein Transitor, der sich selbst bildet, wurde noch nie beobachtet (immerhin Silizium-Kristalle). Statt dessen wird ein fertiger Kasten hingestellt, der durch Stromzufuhr zum Leben gezwungen wird. Könnte ja sein, daß Totes tot ist, weil es der Idealzustand ist. Ist nicht der Wille Voraussetzung für echtes Leben?
6 Name: Klaus 2018-06-06 19:17
Der Prozess der Lebensentwicklung wirkt vielleicht aus unserer Perspektive langsam und mühseelig, aber aus einer göttlichen Sichtweise ist das eher ein kurzer Augenblick. Das Wille vorraussetzung für Leben ist bezweifle ich stark. Es müssen lediglich die richtigen Anstöße gegeben werden und der Rest geschieht von alleine. Pflanzen leben ja auch und besitzen keinen Willen. Oder meinst du, dass nur menschen über 'echtes' Leben verfügen? Das mag sein, ändert aber an Gottes Plan nichts.
Ich möchte an der Stelle auch darauf hinweisen, dass das Wesen welches ich als "Gott" bezeichne lediglich der Schöpfer unseres Universums ist und nicht 'der' richtige Gott. Unser Universum ist nicht die erste Ebene, sie ist höchstens die zweite, aber auch nur wenn unser Schöpfer im Universum des echten Gottes lebte.
7 Name: Klaus 2018-06-07 15:31
Da es keinen Gott gibt, gibt es auch keine göttliche Sichtweise. Es ist höchstens menschlicher Idealismus. Meistens müssen einfache Leute (die Vegetierenden) das ausbaden, was in intellektuellen Zirkeln ausgeheckt wird.
8 Name: Klaus 2018-06-07 16:47
Da es keinen Gott gibt
Kannst du das beweisen?
9 Name: Klaus 2018-06-07 17:35
Kannst du das beweisen?
Die Beweislast liegt bei den Gottesbehauptern. Dasselbe gilt für Alien- Reptiloiden- Spaghettimonster-Aluhüte.
Allerdings scheint es so zu sein, dass menschliche Konspiration - also das Zusammenstecken von Köpfen zum Metageist - allgemein als Gott gilt. Die verschiedenen 1-Götter der verschiedenen Gruppen sind aber meist inkompatibel.
Wenn man Wissenschaft als Religion nimmt, dann deutet alles auf den Zustand vor dem Urknall, also nichts.
10 Name: Klaus 2018-06-07 21:44
Die Beweislast liegt bei den Gottesbehauptern
Und ich behaupte das Gegenteil.
11 Name: Klaus 2018-06-08 09:27
>>9

Und ich behaupte das Gegenteil.
Tja, rosa Einhörner existieren. Beweis doch das Gegenteil.
12 Name: Klaus 2018-06-08 13:40
>>11
Kann ich nicht. Genau so wenig wie du Gott widerlegen kannst.
13 Name: Klaus 2018-06-08 13:41
So. Nachdem nun der Herrscher der Welt gerichtet ist, kann das dezentrale Netz starten.

Autonomer Knoten ₪₫15ⅅ-⅐ sendet:

-Halbstarker Spannungspegel Richtung SO
-kaputte PDF-Datei auf X-Achse
-Todesstrahl gegen Mittag
-Leises Summen in alle Richtungen
-16,4 m⁵ Styropor in die Strömung

(lauscht)
14 Name: Klaus 2018-06-15 17:16
>>12
Ja, so existiert also jede noch so wirre Phantasie, solange man sie nur nicht widerlegen kann. Tolle Strategie!

Gott kann man natürlich nicht widerlegen, aber man kann nachvollziehen, wie diese Vorstellung rein materialistisch entstanden ist:

1. Es gibt Menschen. Manche davon verhalten sich in ihrem alltäglichen Leben manchmal gut. Das Problem bei Menschen ist: sie sind sterblich und es gibt sehr viele davon. Wenn man also das Gute am Menschen bewahren will, muss man Abstraktionen bilden.
2. Das Gute an all den Menschen wird weiter erzählt: es entstehen Helden, Propheten oder Heilige, also Personen, die sich sehr oft besonders gut verhalten. Helden kommen in Sagen vor, es gibt sie meist nicht wirklich, sondern sie sind eine Synthese mehrerer Personen.
3. Das was verschiedene Helden gemeinsam haben, kann man noch weiter destillieren. Dann erhält man Engel, Halbgötter oder wie auch immer man sie nennen will. Die gibt es auch nicht wirklich, sondern sind Abstraktionen von dem, was Helden, Propheten oder Heilige gemeinsam haben.
4. Und am Ende stehen dann die Götter. Je nach Entwicklungsstufe einer Gesellschaft sind es mehrere, oder - wenn die Abstraktion noch fortgeschrittener ist - nur noch ein Gott. In vielen Religionen kann man sich nicht einmal ein Bild von ihm machen, weil das dem Sinn des Gottes als ultimative Abstraktion der Guten abweichen würde.

So kann selbst ich als Atheist mich damit anfreunden, dass manche Menschen an Gott glauben. Es macht aus einer Perspektive durchaus Sinn.
15 Name: Klaus 2018-06-15 18:36
Du kritisierst hier Religion. Das ist ein ganz anderer Gegenstand. Ich selbst bin Agnostiker, weil ich, ebenso wie Du, die Entstehung von Religionen skeptisch und als nicht seriös ansehe. Dennoch zweifle ich sehr, dass der Mensch mit seiner eingeschränkten Perspektive auf die Realität, die komplette Natur des Seins erfassen und somit auch nicht die Existenz von Gott widerlegen oder beweisen kann. Warum also sich auf etwas versteifen das nicht zu beweisen ist und beide Eventualitäten antizipieren?
16 Name: Klaus 2018-06-15 18:39
>>15
Weil nicht beide Möglichkeiten gleichwertig sind und nicht falsifizierbare Behauptungen à la „Es gibt Gott“ sowieso nicht.
17 Name: Klaus 2018-06-16 10:44
>>16
Wieso sind sie nicht gleichwertig und was hat Falsifizierung damit zu tun? Es macht doch keinen Unterschied in deinem Leben ob es einen Gott (oder mehrere oder was auch immer) gibt.
18 Name: Klaus 2018-06-17 16:00
Ich hab's mir anders überlegt: Pflanzen sind vllt. doch nicht ganz unabhängig, falls Bakterien zur Verdauung von Pflanzenresten unabdingbar sind. Dann wäre auch der ganze Rattenschwanz der Nahrungskette notwendig, samt Menschen, die den Wolf abknallen.
Abgeworfene Blätter würden sich sonst wie Pastikmüll anhäufen. Kann aber auch sein, dass Pilze den Job erledigen könnten.
Auf der Erde ist ausserdem eine Restbelegschaft hochqualifizierter Raketentechniker vonnöten, die Meteoriten abwehrt.
Ansonsten sollte der Antinatalismus weiter vorangetrieben werden.
19 Name: Klaus 2018-06-19 08:58
>>17
Es macht aber einen Unterschied, ob man Relativist ist oder nicht. So eine Herangehensweise an nicht beweisbare Phänomene kann sich verallgemeinern und dann landen wir schnell bei alternativen Fakten und Esoterik. Und das ist genau der Scheiß, auf den ich keinen Bock hab.

>>18
Pflanzen sind sogar abhängig von Bienen und anderen Lebewesen, die sie bestäuben. Du kannst nicht einfach Millionen von Jahren an gemeinsamer Evolution ignorieren und einen Teil davon absondern, das ergibt doch keinen Sinn.
20 Name: Klaus 2018-06-19 15:30
Mit der Nützlichkeit von Bienen ist immer noch nicht erklärt, warum sich der Parasit Mensch so breit macht.

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